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Wie man den Überblick gekonnt verliert oder Professoren, die denken man sitze nur in ihrem Seminar


Track des Tages: The End Of All Hope – Nightwish


Wer hat eigentlich den Scheiß von wegen „Studenten haben viel Zeit, sitzen in Cafés herum und arbeiten nicht“ in die Welt gesetzt? Auf jeden Fall kein Student oder aber studieren hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert.

Ich wäre im Moment froh, wenn ich sagen könnte, dass ich wirklich frei habe, denn irgendwie ist immer etwas zu tun. Hier noch ein Referat, für das man keine richtige Literatur findet, dort noch ein, bei dem nicht einmal gesagt wird ob das gewählte Thema nun akzeptiert wird und von dem man dann auch auf Grund mangelnder Literatur nicht weiß wie man es vorbereiten soll, weil es so viel Spaß macht gleich noch eine Buchrezension hinter her, für die man erst einmal irgendwann noch ein ganzen Buch lesen muss, eine achtseitige Quelleninterpretation, für die auch Literatur herausgesucht werden soll, ein Essay, eine Selbstreflektion, ein Interview, diverse Klausuren und da man noch nicht genug zu tun hat kommen auch noch wöchentliche Hausaufgaben hinzu. Ich fühle mich dezent erschlagen!


Gut, die meisten Sachen sind erst nach den zwei Wochen Weihnachtsferien fällig aber zumindest eins der Referate, das Interview und eine Klausur kommen noch dieses Jahr auf mich zu. Außerdem sollte ich mindestens meine Recherche für den Rest vor den Ferien abgeschlossen haben, schreiben kann ich in den zwei Wochen ja immer noch. Damit weiß ich dann auch wofür meine „Ferien“ draufgehen werden. Ich freue mich.

Wenigstens kann ich so knapp planen, da ich relativ schnell relativ viel Text schreiben kann, wenn die ganze für die Uni nötige Vorarbeit getan ist (ich meine, ich kann auch eine acht Seiten lange Quelleninterpretation gänzlich ohne Literaturverweise schreiben, das wird aber meine Professorin nicht gerne sehen). Zudem kann ich aus diesem „Stress“ wenigstens den/das/die (was ist es eigentlich?) Essay herausnehmen, weil der sich wie von selbst schreibt (man merke was Interesse an einem Thema und nicht ganz so enge formale Richtlinien alles bewirken können), alles andere wird mich allerdings mehr Nerven und Zeit kosten als mir lieb ist.

Ich hab mir mal spaßeshalber überlegt ob ich aufschreiben soll, wie lange ich genau an den einzelnen Arbeiten sitze, habe dann aber entscheiden, dass ich, wenn ich mir das im Nachhinein anschaue, sehr wahrscheinlich Selbstmord begehen werde, also lass ich es.


Erschwerend kommt zu dem Ganzen noch hinzu, dass ich überhaupt keine Ahnung habe welcher Prof was nun wie haben möchte. Eine einheitliche Regelung für die Uni ist anscheinend zu viel verlangt, denn jeder Prof kocht bei uns sein eigenes Süppchen und was bei dem einen vollkommen in Ordnung ist, ist bei dem Nächsten dein Todesurteil. Dieser ganze Formalienkrieg macht einfach keinen Spaß!


Achja, hatte ich schon erwähnt, dass Internetquellen nirgends gern gesehen werden, es zu meinen bisherigen Themen aber nur solche gibt? Tja, damit habe ich nun noch das nächste Problem, nämlich das ich von irgendwo Literatur hervorzaubern muss. Ich freue mich riesig, dass ich mir ab jetzt meine Wochenenden wieder mit Bibliothekskatalogen um die Ohren schlagen darf. Privatleben? Wird überbewertet und anstatt zu schlafen kann man auch einfach Kaffee trinken.


Ich studiere jetzt mal gerade einen Monat und freue mich schon wie blöd auf die Semesterferien, wo man das Wort „Frei“ auch endlich mal ernst nehmen kann. Bis dahin werde ich wohl noch weiter gestresst und gehetzt durch das Semester laufen.



PS. Und da dachte ich am Anfang noch, dass Finnisch lernen das größte Problem an diesem Studiengang wäre … eindeutig eine falsche Annahme, die Sprache ist das Leichteste!


PPS. Weihnachten kommt auch noch demnächst? Schade … ich würde sagen: Bye bye Schlaf wir sehen uns im Neuen Jahr wieder -.-“

15.11.11 17:52


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G8 oder der Grund warum ich schon wieder als Jüngste im Kurs sitze


Track des Tages: New Tomorrow – A Friend In London

Mit dem heutigen Tag, habe ich jetzt alle meine Kurse/ Seminare/ Vorlesungen einmal gehabt und konnte mir ein ungefähres Bild machen. In einigen läuft es relativ locker, also nicht im Sinne von 'man macht nichts' sondern im Sinne von 'die Lehrer prügeln einen nicht durch den Kurs', in anderen versucht man uns gleich klar zu machen, dass wir eigentlich nichts können und viel zu schlecht für den von uns gewählten Studiengang sind.

So lief es in der Einführung zur Finnougristik, da gab es als Hausaufgabe einen Text (2 Seiten lang, aufgebaut wie eine Hausarbeit) über die Nganasanen. Nein, das Volk muss man nicht kennen, man findet auch kaum brauchbare Quellen über die außer man spricht Russisch und eigentlich ist die ganze Aufgabe sinnlos. Im Prinzip ist uns das egal, wir müssen eh irgendwann die erste Hausarbeit schreiben, aber die Tonlage in der wir die aufgetragen bekommen haben ging jedem von uns gegen den Strich.


Es ist nicht mal genau klar warum wir das jetzt machen müssen, ob wir was falsches gesagt haben bzw. es falsch war nichts zu sagen und das jetzt eine Strafe ist oder ob uns unsere Dozentin einfach nur ihre Meinung von uns klar machen möchte. Ihre ganze Haltung hat ausgestrahlt, dass sie fand, dass wir nicht gut genug für ihren Kurs seien und wir es eh nicht schaffen werden. Das stört, immerhin sind wir da, um zu lernen und nicht um schon zu wissen, doch genau das müssen wir jetzt, denn wir haben noch absolut keine Ahnung wie so eine Arbeit bei ihr aussehen muss, müssen aber trotzdem zu Mittwoch eine schreiben.

Das wir uns ein bisschen verarscht vorkommen ist vielleicht verständlich wenn ich sage, dass wir in der nächsten Stunde (also Mittwoch, wenn wir die 2 Seiten über die Nganasanen abgeben müssen) genau diese Details (Layout, Zitiertechnik etc. ) besprechen werden. Jetzt durchforsten wir zusammen unsere Bibliothek, um ihr zu zeigen, dass sie uns mit dieser Tour mal gern haben kann und wir uns schon zusammen organisieren. Wäre ja auch schön blöd bei 10 Leuten, wenn wir es da mit der Kommunikation nicht hinbekämen.

Egal, es muss gemacht werden und aufregen bringt nun auch nichts mehr!

Besser lief es da in meinem Geschichtsseminar und dem ABK.

In beiden bin ich mal wieder die Jüngste (danke liebes G8, dass ich nun mit 18 außergewöhnlich jung bin, in fast jedem meiner Kurse!) und die mit dem außergewöhnlichsten Hauptfach. Ich durfte heute zwei mal erklären was ich denn nun genau studiere und was das bedeutet.

Am Besten war eh die Reaktion meiner Kommilitonen im Geschichtsseminar, als ich gesagt habe, dass ich Finnougristik studiere kam von dem halben Kurs einstimmig ein: „Was??“. Witzige Situation, weil ich es selbst der Dozentin erklären musste was das ist, obwohl das Fach zu den Geisteswissenschaften gehört genau wie Geschichte und sie eigentlich ein wenig informiert sein sollte.


Egal, seit ich angefangen habe diesen Poste zu schreiben ist glaube ich auch schon wieder eine Woche (oder mehr??) vergangen, es ist also schon wieder einiges passiert. Im Prinzip nichts weltbewegendes aber es zeigt doch ganz gut, wie viel Zeit ich für die Uni jetzt schon aufopfere, wenn ich abends nicht mal Bock habe noch schnell ein paar Zeilen für den Blog zu tippen. Dabei sagen alle, im ersten Semester ist eigentlich alles noch ganz easy. Jaha das sehe ich.... wenn man aus der Schule kommt hat man eindeutig eine falsche Vorstellung von dem was dann folgt.

Man war erst mal voll stolz das ABI geschafft zu haben, so nach dem Motto: War scheiß viel Arbeit aber jetzt ist es durch. Nun komm ich mir aber so vor als würde ich gerade wieder in den Vorbereitungen zum ABI stecken so viel Zeit wende ich für die Uni auf.

Gut, die meiste Zeit verschlingt da glaub ich Finnisch, einfach weil wir natürlich am Anfang sehr viel lernen müssen, um erst einmal ein paar Grundlagen zu schaffen, da ich da drauf aber nach wie vor richtig Bock habe, ich weiß auch nicht wie ich mir den Spaß an der Sprache aufrecht erhalte obwohl sie wirklich verdammt schwer zu lernen ist, da man grammatikalisch erst einmal nur Bahnhof versteht und für meine Lehrerin vollkommen logische Sachen für mich noch alles andere als das sind, macht mir das relativ wenig aus.

Mein Plan wird aber auch durch Referate und zu schreibende Hausarbeiten (die diese Bezeichnung noch nicht wirklich verdient haben, denn sie sind nur ca. 5-8 Seiten lang) sehr schön angereichert, so dass ich mich jetzt schon auf meine Weihnachtsferien freue, in denen ich sehr vieles davon schreiben werde und noch mehr auf die Semesterferien ab Februar, was übrigens gar nicht mehr wirklich lange hin ist, wie ich mit einem Blick auf den Kalender festgestellt habe. So ein paar Wochen vergehen wirklich schnell, wenn man einiges zu tun hat.


Da haben wir die nächste Sache, warum man das ganze überhaupt nicht mit der Schule vergleichen kann, da hatte man zwar öfters Ferien, bis die jedoch kamen dauerte es aber immer eine gefühlte Ewigkeit und am Samstag hatte man schon im Kopf, dass man Montag wieder los musste. Jetzt muss ich zwar Montags (im Normalfall) nicht mehr los, denke natürlich auch daran, dass ich Dienstags um halb 6 aufstehen muss (was früher ist, als die Zeit die ich zur Schule aufgestanden bin) und komm auch da morgens eher schlecht aus dem Bett, was aber einfach daran liegt, dass ich ein Nachtmensch bin und man mit mir morgens nichts anfangen kann, habe aber im Gegensatz zur Schulzeit richtig Lust auf das was ich den Tag über mache! So vergehen dann auch die Wochen schnell als man glaubt.


Mal sehen wie lange es also dauern wird, bis ich in meinem Zeitplan wieder Zeit und Lust finde weiter zu schreiben


Näkemiin


Ps. Lasst die Katze sagen, dass sie weiß ist, sonst ist sie traurig: Tämä on valkoinen kissa!

6.11.11 21:20


Wer kommt schnell in die Tube oder die immer wiederkehrenden Worträtsel

 Track des Tages: Voyeur - The Pleasures

 

Ok, versuchen alles gleichzeitig zu machen endet in einem Epicfail! Irgendwie versuche ich sowohl Blogschreiben, Vokabeln lernen und zeichnen zur selben Zeit zu machen, kann es aber niemandem empfehlen. Man kommt erstens mit nichts voran und hat zweitens am Ende keine Ahnung von nichts was man getan hat,also sind die Finnischen Vokabeln gerade ziemlich weit nach hinten gerutscht auf der To-Do-Liste.

Ja, ich weiß eigentlich müssten die an erster Stelle stehen, aber wenn man schon seit einer Woche ca. 200 Wörter/ Ausdrücke paukt, dann kann man sie nach einiger Zeit einfach nicht mehr sehen, vor allem da pro Unterrichtseinheit mindestens 40 neue dazu kommen.

Man kann also sagen nach 3 Stunden Finnisch kann ich doch so einiges an Wörtern habe von der Grammatik aber immer noch genau so viel Plan wie vor 2 Wochen: Keinen!


Meine Lehrerin ist auch so getaktet, dass sie andauernd ankündigt jetzt endlich mit Lektion 1 anzufangen aber dann fällt ihr immer noch was wichtiges ein, das sie unbedingt noch vorher machen will. Heute mal wieder wundervoll das Alphabet (ja, es gibt da so ein paar Besonderheiten) und kleinere Ausspracheübungen.

Im Prinzip gar nicht so übel, da ich ehrlich gesagt für mich zum Sprechen immer noch keine Melodie im Finnischen gefunden habe. Bei einzelnen Wörtern geht es mittlerweile, sobald ein Satz jedoch aus mehr als 2 Wörtern besteht wandelt sich mein Versuch zu sprechen in einen sehr seltsamen Sing-Sang. Ich glaube das ist eindeutig ein Zeichen für fehlende Sprachmelodie, mal sehen wie lange es braucht bis ich die raus habe. Im Moment hört sich das nach Aussage von anderen entweder total bekloppt oder süß an was ich da fabriziere. Da läuft definitiv was falsch!


Egal, das Highlight des Tages hat heute wieder einmal meine Finnischlehrerin Paula um halb 9 morgens gebracht, unfreiwillig wohl gemerkt. Sie wollte uns bei YouTube ein Video zeigen und meinte dann zum Kurs: „Wer kriegt den Apfel schnell an und kommt schnell in die Tube?“

Zur Erklärung: Die PCs im Institut sind alle Macs, also Apple PCs. Diese Verbindung hatten wir auch relativ schnell hergestellt, doch bei der „Tube“ wussten wir beim besten Willen nicht was sie meinte, bis sie sagte: „Na dieses YouTUBE“ (man spreche 'Tube' bitte wirklich wie das deutsche Wort 'Tube' aus!), da fiel dann auch bei uns der Groschen.


Morgens um halb 9 kann man aber von uns nicht erwarten, dass wir zu Paulas Ausduckskreationen auch immer gleich den richtigen Einfall haben Wir haben die Bedeutung ja schlussendlich noch rausbekommen, konnten uns aber bestimmt 5 Minuten nicht ein kriegen vor Lachen auf Grund der Absurdität des Satzes.


Zu Beginn der letzten Woche hatte ich, vor allem auch durch Erzählungen von anderen, doch ziemlich Bammel vor dem Studium und dachte, dass das ein kaum zu schaffendes Pensum würde, aber gerade durch Paula am frühen Morgen wird man immer mit einem unfreiwilligen Witz in den Tag geschmissen und alles andere sieht dann nur noch halb so mies aus (obwohl es eigentlich bis jetzt noch nichts gab, wo ich dachte: „Oh Gott, raus hier!“, ein Glück!)


Ich versuch hier noch das tolle (es ist wirklich toll, finde ich zumindest) Video aus der Stunde einzufügen. Wenn ihr es seht hat es geklappt, wenn nicht, dann nicht, ich bin nicht so das Technikgenie.

 

Näkemiin!

 

Ps. Gut er baut es irgendwie nicht ein also hier der Link: http://youtu.be/MiInxW7Snzs

25.10.11 18:29


Es gibt Menschen, die sind einem sympathisch und es gibt die anderen


Track des Tages: Viva Hades – Mono Inc.


So wie macht man seinem ärger am Besten Luft? Naja Ärger ist es nicht wirklich, nur ein bisschen die erste Aufregung über eine Lehrerin.

Bisher war eigentlich alles ziemlich locker, meine Finnisch Dozentin leitet noch ein weiteres Seminar und bei ihr scheint es nicht ganz so streng zu zugehen, wir schreiben zwar am Ende eine Klausur, man wird aber anscheinend (so ganz genau weiß ich das noch nicht) während des Semesters nicht mit all zu vielen extra Arbeiten (Referat, Protokoll, Recherchearbeiten etc.) behelligt, kann sich also vollkommen auf die Unterrichtsinhalte konzentrieren. Anders sieht es mit einer der Lehrenden (die Veranstaltung hat 2, der zweite ist jedoch wieder total cool und locker) des Einführungsseminars zur Finnougristik aus. Sie hat uns jetzt schon gleich aufgezählt, was wir alles für diesen Kurs machen müssen (Referat, Bibliographie, Recherche, Protokoll, mündliche Mitarbeit und Klausur), denn zum Unterricht erscheinen und die Klausur schreiben reicht nicht, bei ihr ist alles sehr verschult!


Nach dieser kurzen Einleitung gab es dann eine Vorstellungsrunde, bei der ich gleich den ersten verächtlichen Blick geerntet habe. Meine Motivation für dieses Studienfach ist unter anderem nun einmal der Fakt, dass ich mehr als besessen von finnischer Musik bin und mich daher auch schwerpunktmäßig für diese Sprache und Kultur interessiere. Für sie war das anscheinend schon wieder ein Kriterium, um mich in den Topf „durchgeknallter Fan“ zu werfen, zumindest sagte das ihr Gesichtsausdruck. So ist es aber nicht!

Ja, ich bin Fan von vielen finnischen Bands, anders wäre ich wahrscheinlich niemals auf Finnland oder gar die Idee Finnougristik zu studiere gekommen und ja, ich bin auch ein wenig durchgeknallt, aber ich studiere dieses Fach nicht einfach nur deswegen.Wäre das der Fall, hätte ich mich besser in Köln oder Göttingen für Fennistik (komplette Konzentration auf Finnlands Kultur, Geschichte und Sprache) eingeschrieben und nicht in Hamburg für Finnougristik. Mir liegt aber durchaus auch etwas daran das ganze im Zusammenhang mit kleinen Minderheiten und anderen Völkern zu sehen, deshalb habe ich mir einen 'vergleichenden' Studiengang ausgesucht.


Ok, mit der Tatsache, dass ich in Schubladen gesteckt werde habe ich mich schon vor einiger Zeit angefreundet, kann damit auch mittlerweile ganz gut umgehen, das war daher nicht der einzige Grund warum ich nach der ersten Stunde des Seminares schon wusste, dass ich mich mit dieser Lehrerin nicht verstehen werde. Dazu hat maßgeblich beigetragen, dass sie von uns die kleineren uralischen Völker hören wollte, die wir kannten. Eigentlich nichts schlimmes, ein paar wussten wir, da wir genau davor die Einführung in die Ostseefennistik hatten und Paula (meine finnisch Lehrerin, wir Duzen sie, da das in Finnland so üblich ist) uns die ostseefinnischen schon genannt hatte.

Da lag nun aber das Problem, wir kannten halt nur die ostseefinnischen (und die Ungarn) und nicht noch die ganzen kleinen Völker irgendwo in Russland. Das hat sie (die Lehrerin, deren Namen ich mir partout nicht merken kann) als Anlass genommen uns sehr unfreundlich darüber aufzuklären, dass wir uns hier nicht zu Fennisten oder Hungarologen ausgebildet würden, sondern sich unser Studiengang mit den uralischen Völkern beschäftigen würde zu denen auch eben jene gehörten, deren Namen wir noch nie gehört hatten.


Ich glaube man kann sich vorstellen, dass von uns keiner so glücklich darüber war, wie sie es gesagt hat, denn immerhin haben wir gerade alle erst angefangen und nicht schon ein komplettes Studium hinter uns. Wir sollten genau das, was heute einfach mal vorausgesetzt wurde, innerhalb dieses Studiums lernen, uns damit befassen, dass schien sie aber komplett aus den Augen verloren zu haben.

Natürlich wissen wir alle, dass wir nur im Schwerpunkt Finnisch oder Ungarisch haben (obwohl das Wort sagt es ganz gut: Schwerpunkt. Ihre kleinen uralischen Völker sind nicht Bestandteil unseres Schwerpunktes und daher werden wir uns unter Garantie mehr mit den Sprachen und Ländern unseres Schwerpunktes auseinandersetzten. Da haben wir aber wieder das typische Lehrer-Syndrom: Das was ich unterrichte ist das Beste und für euch eh am Wichtigsten!) und uns noch mit allem möglichen sonst beschäftigen müssen, aber ich werde mir nicht auch noch Russisch aufhalsen, um mich durch die Bücher für irgendwelche uralischen Minderheiten zu quälen, die eh schon ausgestorben sind oder von denen nur noch ein paar Menschen Ende 70 die Sprache sprechen. Dabei sag ich dann relativ selbstbewusst: Mut zur Lücke! Wenn es von dem Werk keine Übersetzung gibt und ich niemanden finde, der es mir übersetzen kann, dann lese ich es halt nicht, so sau-wichtig kann es nicht sein, auch wenn uns das heute versucht wurde weiß zu machen.


Je mehr ich schreibe, desto mehr gerate ich wieder in Rage über diese Frau und ihre Art uns schon fast gleich wieder vom Institut vergraulen zu wollen (so kam sie zumindest die ganze Stunde über rüber). Theoretisch sollte sie froh sein, dass es überhaupt Leute gibt, die an ihrem Institut studieren wollen, sonst sähe es für ihren Job auch alt aus.

Ich will mich da jetzt aber nicht noch weiter rein steigern und schließe hiermit diesen Eintrag.Es gibt nun noch die tägliche Dosis finnisch Vokabeln und dann hoffe ich auf Besserung mit meinem Nebenfach morgen.


Hei hei!

19.10.11 16:48


Der vorerst letzte erste Tag oder: Atoitetaan!

Track des Tages: Aikasi on nyt - Uniklubi

 

In aller Herrgottsfrühe (10 Uhr) sitze ich nun also in der Stabi, warte auf meine Geschichtsvorlesung (14 Uhr) und frage mich auf was ich mich da bloß eingelassen habe.

Heute Morgen um 8 (!!!), da sag noch einer Studenten würden bis sonst wann schlafen, gabs die erste Stunde Finnisch.


Was erwartet man also als kompletter Analphabet der Sprache, der sich nun 3,5 Jahre (mindestens) mit dem Finnischen auseinandersetzen muss/ will? Also ich habe erst einmal nicht wirklich etwas erwartet, es war immerhin die erste Stunde, was kann eine Lehrerin (wie heißen die eigentlich an der Uni, wenn sie keine Professoren sind? Lektor? Dozent? Oder einfach Lehrer?) da schon groß machen? Viel! Das weiß ich jetzt.


Ein Glück haben wir das typische Vorstellungsgelaber gelassen, auch wenn heute noch einige Neue dazugekommen sind, die ich noch nicht kannte (studieren entweder im Nebenfach oder Wahlbereich, wahren daher auch nicht bei unserer OE Woche). Nachdem wir unsere Namen gebastelt hatten (im Prinzip haben wir nur Namensschilder geschrieben, da unsere Lehrerin jedoch Finnin ist hat sie doch ab und zu sehr witzige Weisen etwas auszudrücken. Gründe zum zwischenzeitlichen Schmunzeln werden wir also noch genug habe.) wurden sie von ihr notiert und sie blieb merklich verwundert an meinem Namen hängen.

Ja, ich laufe wirklich mit der schwedischen Variante des Namens herum, darüber bin ich im Übrigen auch sehr froh, denn egal wie gern ich den Klang der finnischen Sprache habe, an 'Annikki' kann ich mich irgendwie nicht gewöhnen.

Da ist die Mischung doch perfekt: Eine Deutsche mit schwedischem Namen studiert Finnisch!


Ob letzteres allerdings so eine geniale Idee war, da bin ich mir noch nicht so sicher, denn das erste finnische Wort, welches wir heute gelernt habe ist: häätöäänestys.

Nein, ich habe mich nicht vertippt, das wird wirklich so geschrieben und mit ein bisschen Übung kann man es sogar aussprechen. Das Ganze bedeutet in etwa „Telefonvoting“, ist also nicht ganz so wichtig, hat mich aber beim ersten Hören/ Sehen ganz schön aus der Bahn geworfen, ähnlich wie „älä välitä“ ( „Mach dir nichts draus&ldquo.

Dazu muss ich sagen, dass ich bis auf Sachen wie „Terve“ oder „Kiitos“ kein Wort Finnisch spreche und auf der Grundlage war ein rauchender Kopf vorprogrammiert. Jetzt werde ich die nächste Zeit erst einmal mit dem Lernen von Vokabeln/ Ausdrücken/ Wortreihenfolgen und dem Rollen des r's zubringen.


Man muss sich wirklich selber arg beruhigen, dass man keine Vorkenntnisse für diesen Studiengang braucht und jede Sprache irgendwie zu lernen ist, denn sonst hätte ich zumindest heute schon die erste Panikattacke erlebt. Gut also, dass ich mir bei diesem Thema gut zureden kann und trotz der leichten Überforderung mit ca. 2 DIN A4 Seiten Vokabeln noch Lust verspüre die auch zu lernen, etwas was ich von den Sprachen, die ich vorher gelernt habe nicht behaupten kann, da waren mir schon 10 Vokabeln zu viel und trotzdem spreche ich jetzt Englisch und Französisch (beide auch ziemlich gut wage ich zu behaupten), da sollte ich auch Finnisch auf die Reihe bekommen.


Für mich heißt es nun also fleißig Üben und bis zum Umfallen Uniklubi hören.

Nähdään taas!



Ps. Wen es interessiert: Meine Geschichtsvorlesung wegen der ich extra 4 Stunden in der Uni gewartet habe wurde dann doch verschoben auf nächste Woche. Ich liebe die Organisation dieser Universität einfach, was anderes fällt mir dazu nicht ein.


18.10.11 17:37


Der Tag danach oder es wird schon alles klappen, irgendwie

Track des Tages: Heaven is wrapped in chains – Cinema Bizarre


Ok trotz Uni gab es gestern keinen Eintrag, aus einem einfachen Grund: Ich war ein wenig überfordert.

Im Moment läuft die Orientierungswoche, in der auch alle Kurse für das folgende Wintersemester gewählt werden müssen, zum ersten Mal versteht sich. Dabei wird man als Student ziemlich allein gelassen, wenn man viel Glück und/oder einen sehr kleinen Fachbereich hat ist es nicht ganz so schlimm wie in den Massenstudiengängen aber auch hier wird einem alles selber überlassen.

Das ganze Studium zielt darauf ab, dass man selbstständig ist/wird/studiert/lebt/arbeitet und das von Beginn an. Für jemanden wie mich, der gerade von der Schule kommt, noch kein anderes System gesehen hat und daran gewöhnt ist vom Kultusministerium alles vorgesetzt zu bekommen tun sich da die ersten Krisen auf.


Ich bin als Mensch nicht unbedingt unselbständig oder ängstlich aber ich habe gerne Sicherheit, vor allem darüber, dass das was ich tue richtig (also den Vorgaben entsprechend) ist und dann auch so läuft wie ich es plane (nicht über Jahre aber zumindest für die nächsten Monate). Genau das ist aber gerade überhaupt nicht vorhanden, was mich kirre macht.

Man meldet sich für Veranstaltungen an, plant mit den Veranstaltungen für die man sich angemeldet hat seinen Stundenplan und doch kann es alles ganz anders kommen, wenn man nämlich genau die Sachen nicht bekommt, die man ursprünglich mal gewählt hat, weil einfach zu viele den Kurs wollten. Jetzt sagen einige: „Na und, dann nimmt man halt was anderes oder belegt den Kurs im nächsten Semester.“, was auch nicht verkehrt ist, denn man hat durchschnittlich 3 Semester Zeit, um ein Modul zu vervollständigen.

Für mich liegt allerdings genau darin das Problem: Ich fühle mich unsicher, weil ich 1. nicht weiß ob ich meine Kurse bekomme und 2. keine Ahnung habe, ob ich genug Wochenstunden habe. Hier muss man sagen, dass es keine vorgeschriebene Anzahl an Stunden gibt, die man pro Woche belegen muss, man kann sich das alles selber zusammenschustern, es muss nur darauf geachtet werden, dass man alle Module innerhalb ihrer Frist beendet und alle Leistungspunkte zusammen hat bevor man sich zur Bachelorarbeit anmeldet. Bis eine dieser beiden Sachen nicht eintritt interessiert es niemanden was man tut und deshalb bekommt man auch keine Hilfe.


Da ich nicht zu den Glücklichen gehöre, die jemanden kennen der schon ein B.A.-Studium in ihrem Hauptfach abgeschlossen hat, weiß ich also auch nicht ob ich mit meinen belegten (oder auch noch nicht, denn ich weiß ja noch nicht in welche Kurse ich jetzt rein gekommen bin und in welche nicht) Seminaren im Normalbereich liege. Dass kaum einer sein Studium in der Regelstudienzeit (bei mir 7 Semester) beendet ist auch mir bewusst aber in mir manifestierte sich doch gerade gestern sehr stark der Zweifel zu wenig zu haben.


Warum? Tja, ich bin es aus der Schule gewohnt von morgens bis nachmittags Unterricht zu haben, dass 5 Tage die Woche und dann auch noch zu Hause Hausaufgaben etc. machen zu müssen. Studium ist wieder eine andere Sache, man kann es nicht annähernd mit der Schule vergleichen und doch tue ich es unweigerlich, weil ich ja nichts anderes kenne. Nun schau ich mir also meinen Stundenplan an und sehe: Montag – frei; Dienstag – ein Seminar, eine Vorlesung; Mittwoch – zwei Seminare; Donnerstag – drei Seminare; Freitag – ein Tutorium (vielleicht ändert sich das noch aber momentan sieht es so aus). Durch die Augen eines Schülers wundert man sich jetzt über so wenig Stunden, man vergisst allerdings, dass im Studium durchaus Zeit zum Vor- und Nachbereiten der Seminare bzw. zum Schreiben von Hausarbeiten eingerechnet wird und man deswegen bewusst nur so wenige Stunden in Seminaren/Vorlesungen verbringt, damit man für so etwas auch Zeit hat.


Die Augen einer Schülerin haben sich bei mir leider noch nicht in die Augen einer Studentin gewandelt und so bin ich gestern noch fast in Panik ertrunken zu wenig Stunden zu haben, jetzt ist es immerhin nur noch die Panik meine Kurse nicht zu bekommen. Man merkt langsam bessere ich mich.

Natürlich mache ich mir jetzt viel zu viel Stress, dass ist immer so, im Nachhinein blickt man zurück und muss über seine eigene Panikmache lachen, denn so schlimm wie befürchtet kommt es NIE. Leider ist es egal, ob man das nun weiß oder in China fällt ein Reissack um, ich mache mir grundsätzlich immer Panik, wahrscheinlich werde ich daran irgendwann mal sterben, denn gesund kann das auf Dauer nicht sein, doch abstellen lässt es sich nicht und so kann ich nur hoffen, dass ich vielleicht mit den nächsten Semestern gelassener werde. Dann ist auch nicht mehr alles neu, man kennt sich ein wenig aus und weiß wie der Hase läuft, doch in der jetzigen Situation macht das System genau das, was am Schlechtesten ist: Es lässt einen komplett allein in einer Welt, die nach eigenen Regeln spielt und in welche man als Erstling ohne brauchbare Gebrauchsanleitung geworfen wird.


Sollte also irgendwer planen eine neue Universität zu eröffnen/ eine zu übernehmen, dann: Bitte, bitte informiert eure Erstlinge RECHTZEITIG und lasst sie nicht wie die Ochsen vorm Scheunentor stehen, damit tut ihr niemandem einen Gefallen!

13.10.11 18:47


Man muss Stine nicht verstehen oder warum unsere Kurse nicht wählbar sind

Track des Tages: Watch Out! - Lovex


Wo man doch so überall schreiben kann, im Moment sitze ich an der Mönckebergstraße, warte auf das Taxiunternehmen Mama und lass den heutigen Tag Revue passieren. Nebenbei werde ich von diversen älteren Ehepaaren wie der Teufel persönlich angestarrt und habe schon des öfteren Kopfschütteln, abwertende oder ungläubige Blicke geerntet. Hey, ich weiß, dass ich ein wenig aus dem Rahmen fallen, aber ich falle keine wildfremden Menschen auf der Straße an oder fresse Kinder, ich sitze hier nur und schreibe!


Wenigstens scheinen die anderen aus meinem Studiengang kein Problem mit mir/ mit meinem Stil zu haben und mit einer komme ich sogar auf halbwegs den selben Musikgeschmack * Party *. Das Ganze wird innerhalb des Studienganges immer besser, die Aufstehzeit hat sich allerdings verschlimmert plus die dann unweigerlich folgende Stunde, die ich wartend im McDonalds verbracht habe. Wie ich die beinahe nicht vorhandenen Buss aus meinem Dorf zum Bahnhof hasse, die kommen zu unmöglichen Zeiten!

Das betrifft leider auch den Weg zurück vom Bahnhof nach Hause, weswegen es sich für mich lohnt 3 Stunden (!!) in der Stadt zu verbringen und auf meine Mutter zu warten, die mich mitnimmt, anstatt einen Zug zu nehmen, weil ich dann leider nicht vom Bahnhof weg komme. Ich hab mich jetzt schon damit angefreundet, dass ich den Großteil meines Tages auf Bahnhöfen, in der Uni oder in der Stadt verbringen muss. Da frag noch einer, warum öffentliche Verkehrsmittel so wenig genutzt werden.


Ändern kann ich nichts, ich kann mich nur beschweren aber das interessiert niemanden. Love it!


Was dann die heutigen Infos angeht, ist eigentlich nicht viel spannendes dabei außer: Stine ist doof!

Toll, wir haben noch nicht einmal angefangen zu studieren und schon haben wir (ich schreibe ganz bewusst 'wir', da es nicht nur mir so geht) eine Abneigung gegen des Programm entwickelt, was uns die nächsten Jahre begleiten wird. Warum? Nun, man kann sich zwar im Wahlbereich für Kurse in meinem Studiengang anmelden aber nicht wenn es dein Hauptfach ist. Sinn nicht gefunden? Ja, wir auch nicht.


-Break-

Ähm, habe ich gemeckert, dass ich mich angestarrt fühle? Ich möchte das bitte zurück! Ich wurde gerade allen Ernstes aus heiterem Himmel von einem Unbekannten gefragt, ob ich mit ihm Kaffee trinken gehen würde! Bitte, bitte lass mich wieder abschreckend wirken, ich komme mit so was nicht klar


-End-


Wo war ich? Richtig, Stine. Noch so ein Punkt, der im Moment alles andere als einfach für neue Studenten ist, und auch irgendwie mit diesem Infonetz zusammenhängt:

Die Anmeldung für das Nebenfach.

Dies geschieht auch über Stine, denn gewählt hat man das Nebenfach schon bei der Bewerbung, nun müssen nur noch die Vorlesungen etc. ausgewählt werden. Genau da liegt allerdings das Problem, da es für die „Neuen“ keinerlei Hilfen gibt, was man wählen muss/sollte/kann, wenn man Geschichte als Nebenfach hat (für andere Fächer kann ich gerade nicht sprechen, da hab ich das Problem ja nicht). Mich führte/ führt das ziemlich zum Verzweifeln, da ich jetzt hoffen muss, dass mir entweder morgen meine Tutoren weiterhelfen können oder mir die Infoveranstaltung etwas bringt.

Dabei stellt sich jetzt noch die Schwierigkeit, dass die Anmeldefrist so gut wie abgelaufen ist und dadurch natürlich auch die Kurse schon gut voll sind, ich muss jetzt also hoffen, dass morgen früh um ca. 11 wenn ich meine Tutoren wieder sehe (und sie mir im besten Falle gleich helfen) ich noch die Vorlesung und die Einführung bekomme die ich haben möchte.

Zum einen, weil mich der Rest eher mäßig interessiert und zum anderen, weil ich dann sehr gute Chancen auf ein Wochenende von 4 (!!) Tagen habe, je nach dem was noch für Sachen aus dem Wahlbereich dazu kommen (auch da werde ich mir morgen erst einmal die Info holen, da ich auch davon keine Ahnung habe).


Wie man vielleicht merkt werde ich heute mit einem mehr als unguten Gefühl ins Bett gehen und hoffentlich morgen wenn ich nach Hause komme alles geklärt haben, damit ich dann ganz beruhigt auf die erste Studienwoche blicken kann.


11.10.11 21:04


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