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Der zweite 1. Tag oder planlos auf der Suche nach allem


Track des Tages: Oh my god – Sixx:A.M.


Nun war es also soweit: Dadam..... Das erste Zusammentreffen von denen, die im Hauptfach Finnougristik studieren. Ich muss ehrlich sagen, wenn das wirklich alle waren, die Orientierungseinheiten sind freiwillig, dann werden das nette Seminare, da wir heute genau 9 (!!!) Studienanfänger waren.

Tja, da kann BWL nicht mithalten, wir kennen uns jetzt alle persönlich, bei 400 Anfängern wage ich das zu bezweifeln.


Naja, dass war heute nicht ganz der Anfang des Tages, denn erst musste ich ja überhaupt zur Uni per Bahn kommen. Bisher hatte ich noch nicht den Eindruck, dass in meiner Heimatstadt so viele Menschen leben, da wurde ich allerdings heute Morgen eines Besseren belehrt, denn es war partout kein „richtiger“ Parkplatz am Bahnhof zu finden. Was macht man also? Man parkt da wo man es eigentlich nicht sollte und hofft, dass es keiner merkt (Anmerkung: Es hat letztendlich auch keiner gemerkt!).

Mit der Bahn war es halt wie es immer ist mit der Bahn: Sie kam mit Verspätung. Mir egal ich hatte eh mehr als genug Zeit.


Tja, dann nach gefühlten Stunden der Bahnfahrt, einer S-Bahn Station und 15 Minuten Fußweg hatte ich dann mein Institut gefunden und auch die unscheinbare, weil fast in der Wand verschwindende, Eingangstür. Da standen wir, ich und 4 weiterer aus meinem Studiengang, nun ohne Plan im „Eingangsbereich“ (bei uns ist halt alles ein bisschen relativ zu sehen, denn es ist doch sehr … sagen wir gemütlich) herum und hofften auf jemand wissenden der uns sagen konnte wo wir den blöden Raum finden würden. Die Wissenden waren dann die Tutoren, die uns dann ihrerseits ausfindig gemacht hatten und in den entsprechenden Raum bugsierten.


Mittlerweile hatten, die die schon da waren sich wenigsten untereinander vorgestellt und ein paar persönliche Details ausgetauscht, sobald jedoch jemand neues dazu kam lief das ungefähr wie folgt ab:

Jemand neues betritt den Raum, geht auf den Tisch zu und setzt sich.

„Hi, ich bin XY*“

Dann reihum alle die schon sitzen: „ZP“ „RS“ „XX“ „FG“

XY wieder: „Ah ok und welches Fachprofil habt ihr?“

Alle (bis auf 2): „Ostseefennistik“


Dieses Spielchen haben wir ungefähr 4 Mal gemacht wenn ich mich nicht irre, irgendwer hat dann am Ende mal den passenden Satz: „Ich komm mir vor wie in einer Selbsthilfegruppe“, fallen lassen. Wo er Recht hat, wir haben uns nur nicht unsere Probleme erzählt, obwohl wir ja eines gemeinsam haben: Wir studieren Finnougristik!


Sonst gab es an dem darauffolgenden Vortrag der einen Dozentin nichts sonderlich spannendes oder aufregendes nur ein paar kleine Infos, die einem die erste Zeit erleichtern sollen:


„Das Stine (unser Uni-online-programm) nicht funktioniert ist keine Ausnahme sondern der geregelte Dauerzustand“

„Zu Veranstaltungen meldet ihr euch über Stine an. Sollte das, wie meistens, nicht klappen kommt ihr einfach so zu der Veranstaltung und lasst euch vom Lehrer nachträglich auf die Liste setzten.“

„Wenn ihr Anmeldefristen wegen Stine (man sieht dieses Programm ist äußerst effizient) nicht einhalten konntet ist das bei uns kein Problem, wir sind ein kleines Institut, wir tragen euch auch gerne nach, da wir nur ca. 10 Zettel ausfüllen müssen, bei BWL sind das ca. 400, da ist es klar, dass die das nicht gerne machen.“

„Einige wird es überraschen aber in den Sprachlehrveranstalltungen wird durchaus auch die zu lernende Sprache im Unterricht gesprochen.“

„Die Regelstudienzeit in diesem Fach beträgt 7 Semester, dass heißt aber nicht, dass wir euch dann rausschmeißen, ihr dürft schon noch zu Ende studieren.“


Damit wurden wir dann in die Obhut unserer Tutoren entlassen, die mit uns die übliche Vorstellungsrunde (Wer? Wie Alt? Nebenfach? Und: Warum Finnougristik?) durchexerzierten und dann von uns mit Fragen über das: 'Was müssen wir jetzt eigentlich genau dieses Semester wählen?', gelöchert wurden. Das 'Wie' habe ich extra nicht erwähnt, da sie schon eine 2 Stündige Einführung in die Funktion von Stine geplant haben, da auch ihnen klar ist, dass wir mit diesem widerspenstigen Programm noch so unsere Probleme haben.


Danach wurden wir auf eine Art Schnitzeljagd geschickt, der dieser Eintrag den Titel zu verdanken hat. Jetzt schauen alle schnell nach oben, wie noch gleich der Titel war. Für alle die dafür zu faul sind hier noch einmal: „Der zweite 1. Tag oder planlos auf der Suche nach allem“.

'Nach allem' sei hier bitte wörtlich zu nehmen, denn mit einem Zettel mit Hinweisen, einer Karte und dem Auftrag „Sucht die orangen Schnipsel“ bewaffnet wurden wir übers Uniglände gejagt.

Wie schon erwähnt zeichnet sich meine Uni durch ein sehr weitläufiges Gelände aus und da wir in einer vierer Mädchengruppe unterwegs waren, von denen jedes einen Orientierungssinn wie eine Scheibe Brot hat, kann man sich denken wie wir herumgeirrt sind.


Natürlich war das eine „andere“ Art (eigentlich hat jedes Institut diese Art gewählt) das Campusgelände kennenzulernen und hätte vielleicht auch Spaß gemacht, wenn es 1. nicht geregnet hätte und 2. wir nicht jeden Weg mindestens doppelt gegangen wären, aber was soll man halt machen, wenn man diese blöden Schnipsel nicht findet.

Am Ende hatten wir genau so viele Schnipsel nicht gefunden wie die andere Gruppe auch (bei einem waren wir aber nicht Schuld, denn wir konnten ja nichts dafür, dass unser Bibliothekar Feierabend gemacht hat bevor wir da waren), waren aber wahrscheinlich doppelt so erledigt.


Alles in allem war dieser erste Tag eigentlich gar nicht so schlimm wie befürchtet, ich habe mir natürlich im Vorfeld wieder viel zu viele Gedanken gemacht und auch mein Auto stand noch genau da wo ich es am Morgen abgestellt hatte, als ich zurück kam. Im Prinzip ist alles ganz locker und vor morgen graut es mir nun auch nicht mehr, außer vielleicht vor der Weckzeit, die ich gerade eingestellt habe und der Tatsache, dass ich eine ganze Stunde sinnlos im McDonalds sitzen werde, sonst ist alles gut und mal sehen was mir noch passiert.



 


*Ich nenne keine Namen, da ich noch niemanden um Einverständnis gebeten habe.

10.10.11 19:18
 


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