Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
   
    presents.2-uhr-langeweile

    - mehr Freunde



http://myblog.de/sweetinsanity

Gratis bloggen bei
myblog.de





Der Tag danach oder es wird schon alles klappen, irgendwie

Track des Tages: Heaven is wrapped in chains – Cinema Bizarre


Ok trotz Uni gab es gestern keinen Eintrag, aus einem einfachen Grund: Ich war ein wenig überfordert.

Im Moment läuft die Orientierungswoche, in der auch alle Kurse für das folgende Wintersemester gewählt werden müssen, zum ersten Mal versteht sich. Dabei wird man als Student ziemlich allein gelassen, wenn man viel Glück und/oder einen sehr kleinen Fachbereich hat ist es nicht ganz so schlimm wie in den Massenstudiengängen aber auch hier wird einem alles selber überlassen.

Das ganze Studium zielt darauf ab, dass man selbstständig ist/wird/studiert/lebt/arbeitet und das von Beginn an. Für jemanden wie mich, der gerade von der Schule kommt, noch kein anderes System gesehen hat und daran gewöhnt ist vom Kultusministerium alles vorgesetzt zu bekommen tun sich da die ersten Krisen auf.


Ich bin als Mensch nicht unbedingt unselbständig oder ängstlich aber ich habe gerne Sicherheit, vor allem darüber, dass das was ich tue richtig (also den Vorgaben entsprechend) ist und dann auch so läuft wie ich es plane (nicht über Jahre aber zumindest für die nächsten Monate). Genau das ist aber gerade überhaupt nicht vorhanden, was mich kirre macht.

Man meldet sich für Veranstaltungen an, plant mit den Veranstaltungen für die man sich angemeldet hat seinen Stundenplan und doch kann es alles ganz anders kommen, wenn man nämlich genau die Sachen nicht bekommt, die man ursprünglich mal gewählt hat, weil einfach zu viele den Kurs wollten. Jetzt sagen einige: „Na und, dann nimmt man halt was anderes oder belegt den Kurs im nächsten Semester.“, was auch nicht verkehrt ist, denn man hat durchschnittlich 3 Semester Zeit, um ein Modul zu vervollständigen.

Für mich liegt allerdings genau darin das Problem: Ich fühle mich unsicher, weil ich 1. nicht weiß ob ich meine Kurse bekomme und 2. keine Ahnung habe, ob ich genug Wochenstunden habe. Hier muss man sagen, dass es keine vorgeschriebene Anzahl an Stunden gibt, die man pro Woche belegen muss, man kann sich das alles selber zusammenschustern, es muss nur darauf geachtet werden, dass man alle Module innerhalb ihrer Frist beendet und alle Leistungspunkte zusammen hat bevor man sich zur Bachelorarbeit anmeldet. Bis eine dieser beiden Sachen nicht eintritt interessiert es niemanden was man tut und deshalb bekommt man auch keine Hilfe.


Da ich nicht zu den Glücklichen gehöre, die jemanden kennen der schon ein B.A.-Studium in ihrem Hauptfach abgeschlossen hat, weiß ich also auch nicht ob ich mit meinen belegten (oder auch noch nicht, denn ich weiß ja noch nicht in welche Kurse ich jetzt rein gekommen bin und in welche nicht) Seminaren im Normalbereich liege. Dass kaum einer sein Studium in der Regelstudienzeit (bei mir 7 Semester) beendet ist auch mir bewusst aber in mir manifestierte sich doch gerade gestern sehr stark der Zweifel zu wenig zu haben.


Warum? Tja, ich bin es aus der Schule gewohnt von morgens bis nachmittags Unterricht zu haben, dass 5 Tage die Woche und dann auch noch zu Hause Hausaufgaben etc. machen zu müssen. Studium ist wieder eine andere Sache, man kann es nicht annähernd mit der Schule vergleichen und doch tue ich es unweigerlich, weil ich ja nichts anderes kenne. Nun schau ich mir also meinen Stundenplan an und sehe: Montag – frei; Dienstag – ein Seminar, eine Vorlesung; Mittwoch – zwei Seminare; Donnerstag – drei Seminare; Freitag – ein Tutorium (vielleicht ändert sich das noch aber momentan sieht es so aus). Durch die Augen eines Schülers wundert man sich jetzt über so wenig Stunden, man vergisst allerdings, dass im Studium durchaus Zeit zum Vor- und Nachbereiten der Seminare bzw. zum Schreiben von Hausarbeiten eingerechnet wird und man deswegen bewusst nur so wenige Stunden in Seminaren/Vorlesungen verbringt, damit man für so etwas auch Zeit hat.


Die Augen einer Schülerin haben sich bei mir leider noch nicht in die Augen einer Studentin gewandelt und so bin ich gestern noch fast in Panik ertrunken zu wenig Stunden zu haben, jetzt ist es immerhin nur noch die Panik meine Kurse nicht zu bekommen. Man merkt langsam bessere ich mich.

Natürlich mache ich mir jetzt viel zu viel Stress, dass ist immer so, im Nachhinein blickt man zurück und muss über seine eigene Panikmache lachen, denn so schlimm wie befürchtet kommt es NIE. Leider ist es egal, ob man das nun weiß oder in China fällt ein Reissack um, ich mache mir grundsätzlich immer Panik, wahrscheinlich werde ich daran irgendwann mal sterben, denn gesund kann das auf Dauer nicht sein, doch abstellen lässt es sich nicht und so kann ich nur hoffen, dass ich vielleicht mit den nächsten Semestern gelassener werde. Dann ist auch nicht mehr alles neu, man kennt sich ein wenig aus und weiß wie der Hase läuft, doch in der jetzigen Situation macht das System genau das, was am Schlechtesten ist: Es lässt einen komplett allein in einer Welt, die nach eigenen Regeln spielt und in welche man als Erstling ohne brauchbare Gebrauchsanleitung geworfen wird.


Sollte also irgendwer planen eine neue Universität zu eröffnen/ eine zu übernehmen, dann: Bitte, bitte informiert eure Erstlinge RECHTZEITIG und lasst sie nicht wie die Ochsen vorm Scheunentor stehen, damit tut ihr niemandem einen Gefallen!

13.10.11 18:47
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung