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Es gibt Menschen, die sind einem sympathisch und es gibt die anderen


Track des Tages: Viva Hades – Mono Inc.


So wie macht man seinem ärger am Besten Luft? Naja Ärger ist es nicht wirklich, nur ein bisschen die erste Aufregung über eine Lehrerin.

Bisher war eigentlich alles ziemlich locker, meine Finnisch Dozentin leitet noch ein weiteres Seminar und bei ihr scheint es nicht ganz so streng zu zugehen, wir schreiben zwar am Ende eine Klausur, man wird aber anscheinend (so ganz genau weiß ich das noch nicht) während des Semesters nicht mit all zu vielen extra Arbeiten (Referat, Protokoll, Recherchearbeiten etc.) behelligt, kann sich also vollkommen auf die Unterrichtsinhalte konzentrieren. Anders sieht es mit einer der Lehrenden (die Veranstaltung hat 2, der zweite ist jedoch wieder total cool und locker) des Einführungsseminars zur Finnougristik aus. Sie hat uns jetzt schon gleich aufgezählt, was wir alles für diesen Kurs machen müssen (Referat, Bibliographie, Recherche, Protokoll, mündliche Mitarbeit und Klausur), denn zum Unterricht erscheinen und die Klausur schreiben reicht nicht, bei ihr ist alles sehr verschult!


Nach dieser kurzen Einleitung gab es dann eine Vorstellungsrunde, bei der ich gleich den ersten verächtlichen Blick geerntet habe. Meine Motivation für dieses Studienfach ist unter anderem nun einmal der Fakt, dass ich mehr als besessen von finnischer Musik bin und mich daher auch schwerpunktmäßig für diese Sprache und Kultur interessiere. Für sie war das anscheinend schon wieder ein Kriterium, um mich in den Topf „durchgeknallter Fan“ zu werfen, zumindest sagte das ihr Gesichtsausdruck. So ist es aber nicht!

Ja, ich bin Fan von vielen finnischen Bands, anders wäre ich wahrscheinlich niemals auf Finnland oder gar die Idee Finnougristik zu studiere gekommen und ja, ich bin auch ein wenig durchgeknallt, aber ich studiere dieses Fach nicht einfach nur deswegen.Wäre das der Fall, hätte ich mich besser in Köln oder Göttingen für Fennistik (komplette Konzentration auf Finnlands Kultur, Geschichte und Sprache) eingeschrieben und nicht in Hamburg für Finnougristik. Mir liegt aber durchaus auch etwas daran das ganze im Zusammenhang mit kleinen Minderheiten und anderen Völkern zu sehen, deshalb habe ich mir einen 'vergleichenden' Studiengang ausgesucht.


Ok, mit der Tatsache, dass ich in Schubladen gesteckt werde habe ich mich schon vor einiger Zeit angefreundet, kann damit auch mittlerweile ganz gut umgehen, das war daher nicht der einzige Grund warum ich nach der ersten Stunde des Seminares schon wusste, dass ich mich mit dieser Lehrerin nicht verstehen werde. Dazu hat maßgeblich beigetragen, dass sie von uns die kleineren uralischen Völker hören wollte, die wir kannten. Eigentlich nichts schlimmes, ein paar wussten wir, da wir genau davor die Einführung in die Ostseefennistik hatten und Paula (meine finnisch Lehrerin, wir Duzen sie, da das in Finnland so üblich ist) uns die ostseefinnischen schon genannt hatte.

Da lag nun aber das Problem, wir kannten halt nur die ostseefinnischen (und die Ungarn) und nicht noch die ganzen kleinen Völker irgendwo in Russland. Das hat sie (die Lehrerin, deren Namen ich mir partout nicht merken kann) als Anlass genommen uns sehr unfreundlich darüber aufzuklären, dass wir uns hier nicht zu Fennisten oder Hungarologen ausgebildet würden, sondern sich unser Studiengang mit den uralischen Völkern beschäftigen würde zu denen auch eben jene gehörten, deren Namen wir noch nie gehört hatten.


Ich glaube man kann sich vorstellen, dass von uns keiner so glücklich darüber war, wie sie es gesagt hat, denn immerhin haben wir gerade alle erst angefangen und nicht schon ein komplettes Studium hinter uns. Wir sollten genau das, was heute einfach mal vorausgesetzt wurde, innerhalb dieses Studiums lernen, uns damit befassen, dass schien sie aber komplett aus den Augen verloren zu haben.

Natürlich wissen wir alle, dass wir nur im Schwerpunkt Finnisch oder Ungarisch haben (obwohl das Wort sagt es ganz gut: Schwerpunkt. Ihre kleinen uralischen Völker sind nicht Bestandteil unseres Schwerpunktes und daher werden wir uns unter Garantie mehr mit den Sprachen und Ländern unseres Schwerpunktes auseinandersetzten. Da haben wir aber wieder das typische Lehrer-Syndrom: Das was ich unterrichte ist das Beste und für euch eh am Wichtigsten!) und uns noch mit allem möglichen sonst beschäftigen müssen, aber ich werde mir nicht auch noch Russisch aufhalsen, um mich durch die Bücher für irgendwelche uralischen Minderheiten zu quälen, die eh schon ausgestorben sind oder von denen nur noch ein paar Menschen Ende 70 die Sprache sprechen. Dabei sag ich dann relativ selbstbewusst: Mut zur Lücke! Wenn es von dem Werk keine Übersetzung gibt und ich niemanden finde, der es mir übersetzen kann, dann lese ich es halt nicht, so sau-wichtig kann es nicht sein, auch wenn uns das heute versucht wurde weiß zu machen.


Je mehr ich schreibe, desto mehr gerate ich wieder in Rage über diese Frau und ihre Art uns schon fast gleich wieder vom Institut vergraulen zu wollen (so kam sie zumindest die ganze Stunde über rüber). Theoretisch sollte sie froh sein, dass es überhaupt Leute gibt, die an ihrem Institut studieren wollen, sonst sähe es für ihren Job auch alt aus.

Ich will mich da jetzt aber nicht noch weiter rein steigern und schließe hiermit diesen Eintrag.Es gibt nun noch die tägliche Dosis finnisch Vokabeln und dann hoffe ich auf Besserung mit meinem Nebenfach morgen.


Hei hei!

19.10.11 16:48
 


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